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Im Keller des Filmhauses liegen 800 Plakate. Am 1. Mai kommen sie raus.

800 Plakate suchen ein neues Zuhause

Irgendwo im Filmhaus Saarbrücken lagern sie – Spartacus, Parasite, Hunderte dazwischen. Am 1. Mai kommen sie raus.

Neun Jahrzehnte Filmgeschichte, aufgerollt und archiviert. Wer am Freitag, dem 1. Mai, in den Innenhof der Mainzer Straße 8 kommt, kann tief in dieses Archiv greifen: Das Filmhaus öffnet seinen Plakatbestand – mehr als 800 Filmtitel, auf Spendenbasis, von 12 bis 18 Uhr. Alle Einnahmen gehen an UkraineFreundeSaar e.V.

Das Filmhaus gibt es in seiner jetzigen Form seit 1992, damals in eine denkmalgeschützte Scheune eingebaut, die ihren Charakter bis heute behalten hat. Wer einmal drin war, weiß, was damit gemeint ist. Seitdem läuft hier das Programm, das in Saarbrücken sonst niemand zeigt: europäischer Autorenfilm, asiatisches Kino, lateinamerikanische Produktionen, deutsch synchronisiert oder im Original – und zwischendurch, wenn es passt, auch mal ein Blockbuster.

Die Plakate, die jetzt rausgeholt werden, hängen genau für dieses Programm. Kubrick neben Bong Joon-ho, Arthouse neben Neustarts. Eintritt ist frei, Snacks und Getränke gibt es auch. Bei Regen zieht die Sache ins Gebäude um.

Manche Plakate haben dreißig Jahre auf ihren Moment gewartet.

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