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St. Wendel widmet Modezeichnerin Mia Münster eine szenische Lesung

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Das Museum St. Wendel lädt zu einer szenischen Lesung über die Modezeichnerin Mia Münster ein, eingebettet in eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung zu ihrem Modewerk der Goldenen Zwanziger.

Am Donnerstag, 13. August, öffnet das Museum St. Wendel um 17 Uhr seine Türen für eine szenische Lesung über das Leben der St. Wendeler Künstlerin Mia Münster (1894–1970). Zum Auftakt führt eine Kurzführung durch die Sonderausstellung „Kunst & Kommerz – Mode im Zeitgeist von 1925–1935″, die noch bis zum 27. September zu sehen ist und Münsters Mode- und Reklamezeichnungen historischen Schaufensterfiguren gegenüberstellt.

Münster entschied sich früh gegen die Erwartungen ihrer Zeit für die Kunst. Ihr Weg führte über Düsseldorf, Leipzig und München nach Berlin, wo sie an der renommierten Reimann-Schule für Kunstgewerbe studierte – zur gleichen Zeit wie die spätere Karikaturistin Dörte Clara „Dodo“ Wolff. Wie ihre Studienkollegin und wie die Zeichnerin Jeanne Mammen arbeitete Münster danach als Gebrauchsgrafikerin für Berliner Modemagazine, mitten in jener Zeit, in der die vom Korsett befreite „Neue Frau“ auch die angewandte Kunst prägte.

Die Lesung greift zwei Momente aus Münsters Leben heraus: 1924 kehrt sie nach längerer Abwesenheit nach St. Wendel zurück und erzählt ihrem Bruder und ihren Jugendfreundinnen von ihrem Weg zur Kunst. 1964, an ihrem 70. Geburtstag, blickt sie mit Freundinnen und Künstlerkollegen auf ihr Leben und die Aufbruchsstimmung der Zwanzigerjahre zurück.

Erarbeitet hat die Lesung die Fraueninitiative St. Wendeler Stadtgeschichte, die seit 2016 mit ihren Theaterproduktionen Frauen aus der Stadtgeschichte auf die Bühne bringt und zuvor bereits andere St. Wendeler Frauenschicksale wie das der Herzogin Luise dargestellt hat. Den Text schrieb Gisela Hoffmann, Regie führt Christine Hoff, die Organisation liegt bei Elisabeth Zimmermann. Es spielen Christine Hoff, Hanna Schmitt, Ursula Fried, Christel Ritter, Christa Schmit und Anne Kessler, die Kostüme stammen aus dem Museum für Mode & Tracht in Nohfelden.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich.

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