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Nach der Diagnose Hautkrebs kommen die Fragen oft schneller als die Antworten. In der Homburger Hautklinik zeigt eine Selbsthilfegruppe, wo man damit nicht allein bleiben muss – auch Menschen, die noch nie eine Gruppe besucht haben, sind willkommen.
Das Deutsche Krebsregister rechnet für 2026 mit rund 355.000 neuen Hautkrebserkrankungen in Deutschland, Frühformen eingeschlossen. Den weitaus größten Teil macht der weiße Hautkrebs aus, für das invasive Melanom, den schwarzen Hautkrebs, werden rund 29.400 Fälle erwartet. Nach einer Phase stabiler Zahlen wächst die Zahl der Fälle seit 2019 wieder, und besonders im höheren Lebensalter steigen die Erkrankungsraten weiter. Zur Früherkennung können gesetzlich Versicherte derzeit ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen.
Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der nach der Diagnose erst einmal sortieren muss: Was bedeutet das für mich, wie geht die Behandlung weiter, wem erzähle ich davon? Für solche Fragen gibt es im Saarland die Selbsthilfegruppe Hautkrebs Saarbrücken & Saarland. Sie begleitet Menschen, die von Hautkrebs betroffen sind, und bietet Raum für Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und Informationen rund um das Leben mit der Erkrankung. Angehörige sind herzlich willkommen. Am Montag, 16. November 2026, beteiligt sich die Gruppe am Tag der Selbsthilfe in der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg.
Ein erstes Gespräch
Der Tag bietet die Möglichkeit, die Arbeit der Gruppe kennenzulernen, persönliche Fragen zu stellen und mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Wer bislang noch keine Selbsthilfegruppe besucht hat, ist dabei besonders gemeint: Die Mitglieder freuen sich über jede Begegnung, wollen aber gerade diese Menschen ansprechen. Oft kann bereits ein erstes Gespräch neue Wege aufzeigen und das Gefühl vermitteln, mit den eigenen Herausforderungen nicht allein zu sein, heißt es von der Gruppe.
Seit 2018 in Saarbrücken zu Hause
Die Gruppe gibt es seit 2018, sie ist Mitglied im Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e. V. Angesprochen sind Betroffene und Angehörige aus Saarbrücken und dem ganzen Saarland, ebenso aus den angrenzenden Teilen von Rheinland-Pfalz. Getroffen wird sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 18 bis 20 Uhr bei der Kontaktstelle für Selbsthilfe KISS in der Futterstraße 27 in Saarbrücken, kostenlos, offen und ohne Anmeldung. Die Themen reichen von Diagnose und Therapie über die Nachsorge bis zum Alltag mit der Erkrankung, auch die Unterstützung von Angehörigen hat ihren Platz.
In Homburg ist die Gruppe keine Unbekannte: Schon im Juni 2024 stand sie bei einem Hautkrebs-Vortrag auf dem Campus des Uniklinikums als eine von zwei Selbsthilfegruppen auf dem Programm, um über ihre Arbeit zu berichten und Fragen zu beantworten. Wer sich vorab ein Bild machen möchte, findet auf der Website der Gruppe einen Zeitungsbericht der Saarbrücker Zeitung über das Leben mit Hautkrebs, einen Podcast und Links zu weiteren Anlaufstellen.
Tag der Selbsthilfe 2026 – die wichtigsten Angaben
- Termin: Montag, 16. November 2026, ab 7:30 Uhr
- Ort: Klinik für Dermatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Kirrberger Straße 100, Gebäude 6, Erdgeschoss, 66421 Homburg
- Regelmäßige Gruppentreffen: jeden zweiten Donnerstag im Monat, 18 bis 20 Uhr, KISS Saarbrücken, Futterstraße 27 (kostenlos, ohne Anmeldung; am 10. Dezember 2026 findet kein Treffen statt)
- Mehr Informationen und Kontakt: www.selbsthilfe-hautkrebs-saarbruecken.de





