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Von Stephan Bonaventura
Vor nicht allzu langer Zeit stand Steffen Jung noch als verbeamteter Musiklehrer vor einer Klasse. Acht Jahre lang hat der Saarländer unterrichtet, dann hat er gekündigt, um sich ganz der Musik zu widmen. Heute steht er auf Bühnen wie dem ZDF-Fernsehgarten, wo er in diesem Sommer seine Single „Auf den Mond“ vorstellte, und bereitet sich auf Auftritte als Support für YouNotUs und Michael Schulte vor. Mit seinem Projekt „Gemeinsam Laut“ gibt er außerdem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, einen eigenen Song zu schreiben und aufzunehmen. Ein Gespräch über einen Berufswechsel, der lange gereift ist, über das Musikbusiness jenseits der Bühne und darüber, warum ein Fernsehauftritt Reichweite schafft, ein Konzert aber Beziehung.
Herr Jung, wie geht es Ihnen gerade – hatten Sie die Gitarre heute schon in der Hand?
Mir geht es sehr gut, ein bisschen nervös bin ich allerdings auch. Und ja, die Gitarre hatte ich heute nicht nur schon in der Hand, meine Finger melden sich inzwischen ziemlich deutlich. Ich stehe unmittelbar vor zwei größeren Shows: als Support für YouNotUs und, einen Tag später, für Michael Schulte. Dafür bin ich gerade in einer intensiven Vorbereitungs- und Probephase.
Außerdem entwickle ich gerade ein neues Solo-Format mit Gitarre und Loopstation, das ich in dieser Form zum ersten Mal live bringe. Ich probiere viel aus, baue Arrangements neu auf und schaue, wie ich allein trotzdem die Dynamik und die Energie erzeugen kann, die sonst eine Band mitbringt. Das ist wahnsinnig spannend und ziemlich fordernd, weil wirklich jeder Einsatz sitzen muss.
Sie erwischen mich also in einer sehr praktischen, körperlichen Musikphase: viel spielen, singen, ausprobieren, verwerfen, neu zusammensetzen. Ich freue mich extrem auf die beiden Shows – und wahrscheinlich zwei Tage später genauso darüber, der Stimme und den Fingern eine kleine Pause zu gönnen.
Auf einer der größeren Bühnen haben Sie in diesem Sommer schon gestanden: Mit „Auf den Mond“ waren Sie im ZDF-Fernsehgarten zu Gast. War das der Moment, an dem für Sie die Bekanntheitsrakete so richtig gestartet ist?





