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Bitterer Abend in der Stadtgartenhalle: Die HG Saarlouis kassiert gegen Münster eine 28:38-Heimniederlage.

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Das tut richtig weh: Saarlouis fing sich am Samstag vor 1430 Zuschauern in der Stadtgartenhalle gegen die TSG Münster eine blamable Niederlage mit zehn Toren Differenz (28:38/15:16) ein. Überragend dabei Münsters Schlussmann Johannes Jepsen mit 17 Paraden und Ex-Erstliga-Shooter Patrick Weber mit 15/3 Treffern. Währenddessen funktionierte bei den Saarländern vieles nicht – vor allem in der zweiten Spielhälfte. „Wir werden das intensiv aufarbeiten und eine deutliche Reaktion zeigen.“, so ein enttäuschter Coach Jörg Lützelberger.

Die Entscheidung in Saarlouis fiel in der Phase kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause, als Münster die Partie in zehn Spielminuten drehte und vom 14:13 (27.) auf 17:22 (38.) stellte. „Wir haben nach leichten Vorteilen zu Beginn immer mehr zugelassen, dass Patrick Weber und Johannes Jeppsen immer dominanter wurden und dann bis zum Schluss keine Lösungen gegen die beiden gefunden. Die Niederlage, insbesondere die Art und Weise in der zweiten Halbzeit, tut extrem weh.“, so das Fazit des Saarlouiser Cheftrainers.

So richtig rund lief es auch in der 1. Spielhälfte nicht. Trotzdem konnten sich die Gastgeber bis zur 12. Spielminute einen 7:5-Vorsprung erarbeiten. In den anschließenden fünf Minuten waren Tore dann Mangelware, weil auf beiden Seiten die Torhüter auftrumpften (Finn Zecher und Johannes Jepsen) und die Angreifer beider Teams nicht nur je einen Siebenmeter nicht verwerten konnten, sondern beide Seiten im gebundenen Spiel auch Fehler produzierten. Jörg Lützelberger nahm seine erste Auszeit nach 17 Minuten. Danach trafen die Jungs auch wieder. Yves Kunkel, bombensicher von Linksaussen, stellte das Ergebnis in der 20. Minute auf 10:8. Bis dahin aus Sicht der Gastgeber noch alles im Lot. Die Saarländer hielten bis zur 27. Minute ihren knappen Vorsprung (14:13). Die letzten drei Minuten der ersten Hälfte gehörten allerdings den Gästen, und hier den Top-Leuten. TSG-Spielertrainer Jonas Ulshöfer und Patrick Weber läuteten die Wende ein und holten sich die knappe 15:16-Pausenführung.

Wer jetzt geglaubt hatte, nach der Kabinen-Ansprache würde sich die HGS wieder fangen, sah sich getäuscht. Zunächst zahlte sich der Torwartwechsel von Zecher auf Fiedler überhaupt nicht aus. Die ersten zwei Angriffe der Gäste versenkte der 15fache Torschütze Patrick Weber zur Drei-Tore-Gästeführung (15:18). Lediglich der junge Philipp Petschick auf der rechten Aussenbahn nutzte seine Chancen zu sicheren Toren. Aus dem geschwächten Rückraum, wo Top-Talent Marko Jelicic nach einer erneuten Fußverletzung wieder fehlte, kamen keine Impulse. Weder Kapitän Tom Paetow, noch Sven Eberlein oder Laurin Karrenbauer spielten in Normalform. Einzig Marcel Becker nutzte seine Chancen in gewohnter Manier. Als Elyas Noh dann auch noch einen Siebenmeter liegen ließ stellte „Immer-Wieder-Torschütze“ Patrick Weber erstmals auf „fünf vor“ (17:22, 38.).

FOTO: Peter Wagner/ HG Saarlouis

Saarlouis kämpfte, da kann man der Mannschaft nichts vorwerfen, aber alle Waffen wirkten an diesem Abend stumpf. Und auch in der Abwehr bekamen die Gastgeber, obwohl Finn Zecher wieder in den Kasten zurückwechselte, kaum mal einen Stich. Ulshöfer, Gollan und Weber fanden auch immer wieder Kreisläufer Kenneth Fuhrig, der seine Bälle sicher wegmachte. Münster agierte weiter clever, ließen die Gastgeber nicht mehr rankommen und spielten die Partie sauber zu Ende, so daß es am Schluß dieses „gebrauchten Tages“ sogar noch zweistellig wurde. Die HGS-Fans hielten trotzdem zu ihren Jungs: Es gibt solche Tage, wo nichts läuft. Trotzdem tut diese Niederlage richtig weh – auch im Blick auf das Saisonziel. Am kommenden Wochenende in Vallendar muss ein Zeichen kommen.

Statistik HGS: Zecher 9 P., Fiedler 1 P., Kunkel 7/1, Becker 6/1, Petschick 5, Paetow 3, Eberlein 2, Reitz 2, Schimmel 1, Geis 1, Karrenbauer 1

Statistik TSG: Jepsen 17 P., 2x7m, Weber 15/3, Fuhrig 7, Gollan 6, Ulshöfer 4, Manso 3, Gerntke 1, Nils Zeller 1, Lars Zeller 1

Siebenmeter: HGS 2/6, TSG 3/4

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, TSG 10

Zuschauer 1431

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