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Von Stephan Bonaventura
Der Mentalist kommt mit seinem neuen Programm „Alles Kopfsache?“ zurück in seine Heimatstadt – genau dorthin, wo er das genaue Hinsehen einst gelernt hat. Ein Gespräch über Selbstsabotage, Manipulation, Bauchgefühl und die Frage, ob man das eigentlich auch mal abschalten kann.
Herr Havener, Sie sind in Saarbrücken geboren, haben hier später auch studiert – und kommen nun mit „Alles Kopfsache?“ in die Garage. Ist Saarbrücken für Sie heute einfach ein Punkt auf dem Tourplan, oder merkt man innerlich doch: Das ist nicht irgendeine Stadt?
Nein, das ist wirklich keine beliebige Stadt für mich. Und das hat einen sehr konkreten Grund, der über das übliche Heimatgefühl hinausgeht: Saarbrücken ist der Ort, an dem ich meine ersten Erfahrungen als Zauberkünstler gesammelt habe. Als 14-Jähriger habe ich mit dem Magischen Zirkel meine ersten Schritte im Studio Theater gemacht, später bin ich auch gemeinsam mit meinem guten Freund Markus Lenzen in Saarbrücken aufgetreten. Darüber hinaus habe ich hier überhaupt erst gelernt, genau hinzusehen.
Ich habe an der Universität des Saarlandes Übersetzen und Dolmetschen studiert und saß täglich in der Dolmetscherkabine, wo ich dieselben Redner immer wieder beobachten konnte – bis zu dem Moment, in dem ich wusste, was ein Redner sagt, bevor er es laut ausgesprochen hat. Das war sicher ein Schlüsselmoment. Alles, was ich heute auf der Bühne mache, hat hier seine Wurzeln. Insofern komme ich mit „Alles Kopfsache?“ nicht einfach in irgendeine Stadt zurück, sondern an den Ort, an dem meine Art zu arbeiten geboren wurde. Das spürt man, wenn man da wieder hinfährt.
Und in der Garage habe ich damals viele Konzerte gesehen, unter anderem BAP – da habe ich dann sogar Wolfgang Niedecken getroffen. Es ist für mich ein ganz besonderer Ort, und ich freue mich sehr, die Show dort vor vielen Saarländern zu zeigen.






