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Bis 2030: Christoph Mehler bleibt Schauspieldirektor in Saarbrücken

Das Saarländische Staatstheater verlängert den Vertrag seines Schauspieldirektors um vier weitere Jahre – Christoph Mehler bleibt bis zum Ende der Spielzeit 2029/2030.

Wolfram Koch kennen viele als Tatort-Kommissar Brix aus Frankfurt. Samuel Finzi kennen viele aus dem Kino. Was beide gemeinsam haben: Sie standen auf der Bühne des Saarländischen Staatstheaters – und es war Christoph Mehler, der sie nach Saarbrücken geholt hat.

Generalintendant Michael Schulz hat Mehlers Vertrag um vier Jahre verlängert, bis zum Ende der Spielzeit 2029/2030. Mehler leitet die Schauspielsparte seit 2023/24. Die Zusammenarbeit sei, so Schulz, „von großem Vertrauen, Neugier und einem gemeinsamen Blick nach vorn geprägt“. Das Schauspiel sei ein „wesentlicher, wortmächtiger und extrem spielfreudiger“ Teil des Hauses. Mehler nennt die Verlängerung ein „klares Signal und einen Auftrag, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“ – und sagt, er sei besonders dankbar für das Vertrauen von Schulz und Chefdramaturg Ulf Schmidt.

Namen, die man kennt

Koch und Finzi sind im deutschen Theaterbetrieb keine Unbekannten. Koch gewann 2011 gemeinsam mit Finzi, der Schauspielerin Almut Zilcher und dem Regisseur Dimiter Gotscheff den Theaterpreis Berlin. 2015 wurden Koch und Finzi mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet – für ihre Godot-Inszenierung am Deutschen Theater Berlin. Ähnliches gilt für Armin Petras, der als Regisseur ins Haus kam und im Februar 2026 als neuer Intendant des Theaters Bremen berufen wurde. Saarbrücken war für ihn eine Station, keine Endstation.

Vom Deutschen Theater Berlin nach Saarbrücken

Bevor Mehler Schauspieldirektor wurde, war die Biografie schon voll. Der gebürtige Berliner leitete von 2006 bis 2009 die Spielstätte „Box und Bar“ am Deutschen Theater Berlin, war von 2011 bis 2014 Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt. Seine Woyzeck-Inszenierung am Staatstheater Nürnberg gewann den Preis für die beste Produktion bei den 30. Bayerischen Theatertagen. Regiearbeiten entstanden am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Schauspielhaus Wien, an den Staatstheatern Braunschweig, Mainz und Darmstadt. Seit 2015 unterrichtet er als Gastdozent an der Regieklasse der HfMDK Frankfurt.

Am Saarländischen Staatstheater hatte er schon inszeniert, lange bevor er die Direktion übernahm: Dantons Tod (2017/18), Hexenjagd (2019/20), Der Weg zurück (2021/22). Drei Arbeiten als Gast – dann kam das Angebot, zu bleiben.

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Das Saarland sei ihm „über die Jahre sehr ans Herz gewachsen“, sagt Mehler. Für einen Berliner, der an Bühnen in Wien und Frankfurt gearbeitet hat, ist das keine Selbstverständlichkeit. Klingt aber auch nicht nach Pflichtformel. Bis 2030 hat er Zeit, es weiter zu beweisen.

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