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Kunst zwischen Bauzäunen: Das KuBa lädt zur ersten ART FAIR ein

Wer eine Kunstmesse erwartet, die wie eine Kunstmesse aussieht, wird am Pfingstsonntag im KuBa überrascht sein.

Metallene Bauzäune ziehen sich durch die Kantine des Kulturzentrums am EuroBahnhof – nicht als Hindernis, sondern als Gerüst für Kunst. Gemälde, Fotografien, Druckgrafiken, Zeichnungen und skulpturale Objekte hängen und stehen dort, wo man sonst eher Absperrungen auf Baustellen vermutet. Dieses Bild ist kein Zufall: Die erste KuBa ART FAIR hat ihre Ausstellungsarchitektur bewusst mit Assoziationen von Baustelle, Transformation und urbanem Wandel aufgeladen – ein Gegenentwurf zu den weißen, austauschbaren Kojen klassischer Kunstmessen. Der Raum soll, so das Konzept, Werke und Ort gleichermaßen in einem neuen Licht erscheinen lassen: atmosphärisch dicht, aber optisch durchlässig.

Zwanzig Positionen, eine Kantine

Beteiligt sind zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus dem KuBa-Atelierhaus sowie Gäste aus der Großregion: Julia Baur, Agazio Fazio, Lisa Goebel, Mane Hellenthal, Leslie Huppert, Petra Jung, Vera Kattler, Oliver Kelm, Denis Knepper, Michael Koob, André Mailänder, Arne Menzel, Michael Ott, Rona Rangsch, Christine Reisen, Max Sayed, Mechthild Schneider, Martin Steinert, Anne-Marie Stöhr und Sig Waller. Der Schwerpunkt liegt auf Malerei und Fotografie – Druckgrafik, Zeichnung und skulpturale Objekte erweitern das Spektrum. Alle Ausstellenden sind persönlich vor Ort. Das macht die ART FAIR zu etwas, das eine reguläre Vernissage selten bietet: direkte Gespräche mit denen, die die Bilder gemacht haben.

Ein Ort, der Wandel kennt

Das KuBa selbst – einst ein Schulungs- und Kantinengebäude der Deutschen Bahn auf dem Gelände nördlich des Saarbrücker Hauptbahnhofs – trägt dieses Konzept schon in seiner eigenen Geschichte. Seit Jahren beherbergt das Atelierhaus rund zwanzig Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen, die dort arbeiten, eigene und gemeinsame Projekte realisieren. Ein Atelier steht dauerhaft für internationale Gastkünstler bereit, seit 2020 vergibt das KuBa außerdem ein Stipendium: Zwei junge Künstlerinnen oder Künstler aus der Region können damit ein Jahr lang einen Atelierraum kostenlos nutzen. Unterstützt wird das KuBa vom Ministerium für Bildung und Kultur sowie der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Die ART FAIR ist das erste Mal, dass das Haus das Format einer Kunstmesse erprobt – an einem Tag, mit freiem Eintritt.

Wer am Pfingstsonntag noch nichts vorhat: Europaallee 25, 11 bis 19 Uhr. Die Kantine wartet – diesmal mit Kunst an den Bauzäunen.

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KuBa ART FAIR | Pfingstsonntag, 24. Mai 2026 | 11–19 Uhr | KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof, Kantine, Europaallee 25, 66113 Saarbrücken | Eintritt frei | kuba-sb.de

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