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Vom Local Hero der Saarlouis Royals zur Nationalspielerin – Emma Eichmeyers Weg nach Berlin

Wenn die deutsche Basketball-Nationalmannschaft im August zum Lehrgang nach Ludwigsburg reist, sitzt mit Emma Eichmeyer eine Spielerin aus Saarlouis im Bus – und nimmt damit ein ganzes Bundesland mit auf den Weg zur Heim-Weltmeisterschaft.

Am 9. August packt die 26 Jahre alte Forward der Saarlouis Royals die Reisetasche, und für sie ist das mehr als ein gewöhnlicher Nationalmannschaftstermin. Bundestrainer Olaf Lange hat Emma Eichmeyer in den Kreis von 16 Spielerinnen berufen, die sich vom 9. bis 16. August auf die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen vorbereiten – jenes Turnier, das im September erstmals seit 1998 wieder in Deutschland ausgetragen wird, diesmal komplett in Berlin. Für Eichmeyer ist die Einladung die Fortsetzung eines Weges, den sie seit Jahren in Saarlouis geht. Mindestens 20 Länderspiele stehen inzwischen zu Buche, zuletzt vertrat sie gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Jessika Schiffer die Royals bei der EuroBasket 2025 in Hamburg – als einziger deutscher Verein, der gleich zwei Spielerinnen für die Europameisterschaft abstellte.

Den Abschluss des Lehrgangs markiert ein Härtetest mit Signalwirkung. Zum Abschluss trifft die deutsche Auswahl auf Spanien – auf genau jenen Gegner, gegen den Deutschland auch die WM-Vorrunde eröffnet. Der spanische Mehrfach-Europameister hatte sich bei der EM in Hamburg gegen die deutsche Mannschaft durchgesetzt, insofern ist die Generalprobe in Ludwigsburg zugleich eine erste Standortbestimmung vor dem WM-Auftakt am 4. September.

Dass diese Vorbereitung mit größerer Aufmerksamkeit verfolgt wird als frühere Lehrgänge, hat mit der besonderen Ausgangslage zu tun. Nach dem historischen fünften Platz bei der EuroBasket 2025 und der Olympischen Goldmedaille der deutschen 3×3-Frauen in Paris 2024 reist die Nationalmannschaft mit gewachsenem Selbstbewusstsein zur Heim-WM und trifft dabei auf ein Publikum, das den Frauenbasketball derzeit ohnehin neu entdeckt. In den USA hat der sogenannte Caitlin-Clark-Effekt die WNBA aus der Nische ins Rampenlicht katapultiert, mit vollen Hallen und Rekordquoten; die Berliner Organisatoren greifen diese Aufbruchstimmung mit ihrem Slogan „We own the Game“ bewusst auf.

Für den saarländischen Basketball ist Eichmeyers Nominierung dabei mehr als eine Randnotiz. Bei den Royals gilt sie als Local Hero – eine Spielerin, die in der Region groß geworden ist und inzwischen zur zentralen Figur der Mannschaft wurde. Erst im Frühjahr verlängerte sie ihren Vertrag, in der vergangenen Saison prägte sie das Spiel der Royals so deutlich wie kaum eine andere. Neben dem sportlichen Alltag engagiert sie sich auch in Nachwuchsprojekten, die jungen Mädchen den Einstieg in den Basketball erleichtern sollen.

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„Wir freuen uns sehr über Emmas erneute Einladung zur deutschen A-Nationalmannschaft“, heißt es vonseiten der Saarlouis Royals. „Sie hat sich diese Chance durch ihre sportliche Entwicklung, ihren großen Einsatz und ihre professionelle Einstellung verdient.“ Für den Verein ist die Berufung eine Anerkennung, die über die eigene Halle hinausstrahlt. Mit Eichmeyer steht der saarländische Basketball einmal mehr auf einer internationalen Bühne.

Nach Ludwigsburg reist die Nationalmannschaft weiter zu Lehrgängen und Länderspielen gegen Ungarn und die Türkei, ehe im September in Berlin ernst wird, was seit Monaten vorbereitet wurde. Für Emma Eichmeyer ist jeder Trainingstag in diesen Wochen eine weitere Gelegenheit, sich für den endgültigen WM-Kader zu empfehlen – und für die Saarlouis Royals ein Grund, schon jetzt stolz nach Berlin zu blicken.

Lehrgang der deutschen A-Nationalmannschaft: 9. bis 16. August 2026, Ludwigsburg – Abschluss-Länderspiel: Deutschland – Spanien Samstag, 15. August 2026, 19:00 Uhr, MHP Arena Ludwigsburg

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