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StartKulturJunge Filmkunst aus Saarbrücken überzeugt beim One Shot Festival

Junge Filmkunst aus Saarbrücken überzeugt beim One Shot Festival

Zwei Studierende der Hochschule der Bildenden Künste Saar haben beim Kurzfilmfestival One Shot das Publikum für sich gewonnen – mit Filmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Ein Clown, der seinen eigenen Ängsten begegnet – der Angst vor Freiheit, vor Demütigung, vor dem Offenbarsein. Clara Sdun hat diesen Moment in vier metaphorische Bilder gefasst und daraus einen Kurzfilm gemacht, der nicht auf Auflösung setzt, sondern auf Aufbruch: weg von äußerer Distanz, hin zu radikaler Verletzlichkeit. Beim Publikum im Kino achteinhalb kam das an. Der erste Publikumspreis, der Bunte Lyoner, ging an „1000 Meisterwerke: Clara Sdun von Clara Sdun“ – verbunden mit einem Preisgeld von 300 Euro.

Preisverleihung, mitte links: Zoë Didié, mitte rechts: Clara Sdun; Foto: Sarah-Ann Gläser, HBKsaar

Sdun studiert im vierten Semester Media Art and Design an der HBKsaar. Und sie war an diesem Abend nicht die Einzige aus der Hochschule, die sich über Applaus freuen durfte.

Zoë Diidiés Film „Vier Viertel im Viertel“ führt ins Nauwieser Viertel – und begleitet dort vier Künstlerinnen und Künstler durch ihren Alltag im städtischen Raum. Ein Film über Begegnung, über das Nebeneinander kreativer Menschen in einem Quartier, das selbst eine Art Charakter hat. Auch Didié ist im vierten Semester Media Art and Design eingeschrieben, auch ihr Film wurde mit einem Publikumspreis ausgezeichnet – dem dritten Platz und 100 Euro.

Insgesamt liefen beim diesjährigen One Shot 15 Kurzfilme, darunter sechs Beiträge von Studierenden und Alumni der HBKsaar. Das Festival, das seit 2018 jährlich im Kino achteinhalb stattfindet, stellt dabei klare Bedingungen: maximal 15 Minuten Laufzeit und ein erkennbarer Bezug zum Saarland. Den Jurypreis des Abends, den Goldenen Lyoner, holte sich Oliver Rodrigues mit „Bom dia, Pai“ – und gewann damit auch gleich den zweiten Publikumspreis dazu.

Dass in diesem Jahr so viele der ausgezeichneten Filme aus einer einzigen Hochschule stammen, ist kein Zufall, den man einfach abhaken sollte.

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