- Anzeige -

StartLifestyleServiceleiter Jérôme Pourchère - Ein Leben für den perfekten...

Serviceleiter Jérôme Pourchère – Ein Leben für den perfekten Abend

Mit 19 Jahren hat Jérôme Pourchère die Schule beendet, in einem Bergrestaurant als Spüler angefangen und dort diese eine Frage gehört, die sein Leben veränderte. Der Patron hatte beobachtet, dass der junge Franzose immer schaute, was in der Küche passiert, und bot ihm eine Ausbildung an. Was folgte, war eine Karriere, die ihn vom Rhônetal über London und den Schwarzwald bis ins Saarland führte: das Savoy Hotel, das Schlosshotel Bühlerhöhe, und schließlich fünfzehn Jahre an der Seite von Klaus Erfort, dessen Gästehaus in Saarbrücken er als Restaurantleiter und Sommelier auf dem Weg zu drei Michelin-Sternen begleitete. Seit Anfang 2025 empfängt er als Serviceleiter die Gäste im Restaurant des Schlossberg Hotel Homburg. Wir haben einen Mann getroffen, der fest daran glaubt, dass sich das Entscheidende in diesem Beruf nicht beibringen lässt – und der trotzdem, oder genau deswegen, seit drei Jahrzehnten zeigt, wie es auf höchstem Niveau geht.

Jetzt.+ Inhalt

Von Stephan Bonaventura

La Table

Die polierten Gläser stehen sauber geordnet auf den Tischen, bevor die ersten Besucher kommen. Das Besteck liegt in einer Ordnung, die kein Gast je wahrnimmt, und das ist so gewollt. Jérôme Pourchère kennt diesen Moment gut — den leeren Gastraum kurz vor dem Service, das Sonnenlicht, das sich im Glas und auf dem frisch polierten Silber bricht, die Stille, die gleich vorbei sein wird. Er kennt ihn aus mehr Häusern, als auf eine Visitenkarte passen würden.

Aufgewachsen ist Pourchère im Rhônetal, in Südfrankreich. Genauer gesagt irgendwo bei Annonay, einem Ort in der Ardèche. In seiner Familie wurde dreimal täglich gegessen, das mag selbstverständlich klingen, war es für ihn auch, und genau darin liegt der Punkt. „La table, der Tisch, war en général sehr wichtig“, sagt er. Um 12 Uhr mittags, um 19 Uhr abends, saßen hier alle fünf zusammen: seine Eltern und die zwei Geschwister. Seine Mutter konnte ganz hervorragend und wunderbar lecker kochen, erinnert er sich. Es gab oft Hummer, Fisch oder ein besonderes Stück Fleisch – nicht zu besonderen Anlässen, sondern weil man es eben einfach so machte. „Das war bei uns selbstverständlich.“ Nicht Luxus, ganz normaler Alltag.

Weiterlesen mit JETZT.

Sichere dir vollen Zugriff auf alle Jetzt+-Artikel oder lies diesen Artikel sofort einzeln.
Mit deinem Kauf hilfst du, besondere Geschichten aus dem Saarland sichtbar zu machen.
Schon Kunde? Bitte einloggen.
Jetzt. Magazin +
Jetzt. Magazin +
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Exklusiv mit Jetzt+ lesen:

Die neue Schule des Realismus – wie Schwarz Weiss Tattoo aus Blieskastel Maßstäbe setzt

Es ist diese Illusion von Tiefe, die einen beim ersten Blick fesselt: Tattoos, die wirken, als seien sie nicht gestochen, sondern modelliert. Schwarz und...

Christian Bauer (SR): Der Mann hinter dem Saarbrücker Tatort – warum er lieber Menschen als Stoffen vertraut

Am Sonntagvormittag predigt er als Pastor, den Rest der Woche managt er als SR-Unterhaltungschef einen beeindruckenden „Mehrkampf“. Von der Kochshow „Mit Herz am Herd“...

VIVE LA SARRE: Nachhaltige Mode mit Saarstaat-Wappen – Fair Fashion aus Saarbrücken mit Haltung und Stil

VIVE LA SARRE Eine Marke, die Haltung zeigt.  Ein Design, das Geschichte schreibt.  Minimal, markant, maximal besonders. Du wunderschönes Saarland! Du bist klein, aber hast einen großen Herzschlag. Du bist...

Saarpfalz-Kreis 2030: Landrat Frank John über Zukunft, Zusammenhalt und neue Wege im Wandel

Kindheit zwischen Kirkeler Wald, alter Dorfschule und dem leise dahinziehenden Mutterbach: Aus diesen drei Koordinaten formte sich Frank Johns Blick auf seine Heimat –...

Diese fünf Termine bringen den Saarbrücker Osthafen durch den Herbst 2026

Zwischen Fotoausstellung und Tanzabend, Kinderkino und Programmierkurs: Kulturgut Ost und Sektor Heimat laden in den kommenden Wochen zu fünf sehr unterschiedlichen Terminen an den...

Das Saarländische Staatsorchester und ein Fluch aus drei Orangen: Jetzt zu sehen im Großen Haus Saarbrücken

„Die Liebe zu den drei Orangen" gehört zu den schrägsten Stücken des Opernrepertoires und wird zum ersten Opernprojekt eines Regisseurs, der bislang vor allem...

Ausgezeichnete Sterneküche im Saarland – Was kleine Regionen den Großstädten voraus haben

Wer in diesem Jahr auf Pomp und Krawall gewartet hat, wartet in der saarländischen Spitzengastronomie vergeblich – hier wird vielmehr die stilvolle Ruhe gefeiert,...

Die heimliche Meisterin Tholeys: Wie Mahbuba Maqsoodi in Neunkirchen die Glasmalerei radikal neu erfindet

Wer in diesen Tagen die Marienstraße in Neunkirchen entlangläuft, spürt noch immer das Echo der Industriegeschichte. Wo früher Eisen und Kohle den Takt vorgaben,...

- Anzeige -