Als „Peaky Blinders“ 2013 erstmals im britischen Fernsehen startete, wirkte die Serie zunächst wie ein klassisches Gangsterdrama aus der industriellen Vergangenheit Englands. Doch schnell entwickelte sich daraus etwas Eigenständiges: eine Geschichte über Macht, Familie und gesellschaftlichen Aufstieg – erzählt mit markanter Bildsprache, modernen Soundtracks und einer Hauptfigur, die längst Kultstatus erreicht hat. Mit „Peaky Blinders – The Immortal Man“ wird diese Geschichte nun als Spielfilm weitergeführt.
Der Film führt ins Birmingham des Jahres 1940. Europa befindet sich im Zweiten Weltkrieg, politische Bündnisse verschieben sich, alte Gewissheiten verschwinden. In dieser Situation kehrt Tommy Shelby aus seinem selbst auferlegten Exil zurück. Für den einstigen Bandenchef, der sich über Jahre hinweg immer weiter in Richtung politischer Macht bewegt hat, steht nun mehr auf dem Spiel als nur Einfluss oder Reichtum. Die Zukunft seiner Familie – und sein eigenes Vermächtnis – geraten in eine entscheidende Phase.
Vom Straßenkrieg zur politischen Macht
Die Serie „Peaky Blinders“ erzählt den Aufstieg der Shelby-Familie, einer Gang aus Birmingham, die kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs beginnt, ihren Einfluss in der Stadt auszubauen. Angeführt von Tommy Shelby verwandelt sich die Gruppe im Laufe der Handlung von einer lokalen Bande in ein Netzwerk mit politischen und wirtschaftlichen Verbindungen.
Im Mittelpunkt steht dabei eine Figur, die immer wieder zwischen Kontrolle und innerem Chaos balanciert. Tommy Shelby ist Kriegsveteran, Unternehmer, Stratege – und jemand, der ständig versucht, seine eigenen Dämonen zu beherrschen. Über sechs Staffeln hinweg verfolgt die Serie, wie Macht, Loyalität und persönliche Schuld immer enger miteinander verknüpft werden.
Neben der Handlung prägte auch der Stil die Serie: dunkle Industriekulissen, markante Kostüme und eine Inszenierung, die historische Stoffe mit einer modernen, fast rockigen Atmosphäre verbindet. Gerade diese Mischung machte „Peaky Blinders“ weltweit zu einem Serienphänomen.

Eine neue historische Kulisse
Während die Serie hauptsächlich in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren spielt, verlegt „The Immortal Man“ die Geschichte in eine völlig neue Zeit. Der Zweite Weltkrieg verändert nicht nur Europa, sondern auch die Machtverhältnisse, in denen sich Figuren wie Tommy Shelby bewegen.
Statt lokaler Bandenkriege rücken größere politische und wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund. Für Tommy bedeutet das eine neue Art von Konflikt: eine Welt, in der persönliche Loyalität, nationale Interessen und wirtschaftliche Macht zunehmend miteinander verflochten sind.
Rückkehr bekannter Figuren – und neue Gesichter
Im Zentrum steht erneut Cillian Murphy, der die Figur des Tommy Shelby über die gesamte Serie hinweg geprägt hat. Die Rolle gehört längst zu den bekanntesten Figuren der modernen Seriengeschichte.
Zum Ensemble des Films gehören außerdem Rebecca Ferguson, Tim Roth, Sophie Rundle, Barry Keoghan und Stephen Graham. Besonders die Rückkehr von Sophie Rundle als Ada Shelby knüpft an die Entwicklung der späteren Staffeln an, in denen ihre Rolle zunehmend politischer wurde.
Das Drehbuch stammt erneut von Steven Knight, dem Schöpfer der Serie. Regie führt Tom Harper, der bereits mehrere Episoden von „Peaky Blinders“ inszeniert hat.

Warum der Titel „The Immortal Man“ passt
Der Titel des Films wirkt fast wie eine Beschreibung der Figur selbst. Tommy Shelby ist in der Geschichte immer wieder jemand gewesen, der scheinbar jede Krise übersteht – politische Intrigen, persönliche Verluste und brutale Machtkämpfe. Gleichzeitig stellt sich immer wieder die gleiche Frage: Wie lange kann ein Mensch dieses Leben führen, ohne daran zu zerbrechen?
„Peaky Blinders – The Immortal Man“ führt die Geschichte der Shelby-Familie in einer neuen historischen Phase weiter und erweitert den bekannten Kosmos der Serie um ein weiteres Kapitel.
Der Film wurde im Vereinigten Königreich produziert und ist ab dem 20. März 2026 in Deutschland über Netflix verfügbar.


