Die Urlauber in Deutschland sind wieder zufriedener – und ein Bundesland sticht dabei besonders hervor: Das Saarland teilt sich im aktuellen dwif & TrustYou Destinations-Ranking den ersten Platz mit Mecklenburg-Vorpommern. Auch Saarbrücken punktet im Städte-Vergleich. Was Reisende im Südwesten besonders schätzen und wo es bundesweit hakt.
In deutschen Tourismusregionen geht die Kurve der Gästezufriedenheit wieder nach oben. Das zeigt das aktuelle „dwif & TrustYou Destinations-Ranking“ für das Kalenderjahr 2025, das über 140 Regionen im Deutschland-Tourismus auswertet. Während der bundesweite Durchschnitt bei 84,2 von 100 möglichen Punkten liegt und damit nur noch knapp unter dem Niveau von 2019 rangiert, setzt sich das Saarland im Bundesländervergleich an die Spitze.
Mit einem Performance Score von 85,5 Punkten teilt sich das Saarland die Spitzenposition mit Mecklenburg-Vorpommern. Die Top 5 der Bundesländer komplettieren Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Ein weiterer Erfolg für den Südwesten: In der Kategorie „Städte“ sichert sich die Landeshauptstadt Saarbrücken den zweiten Platz.
Was die Gäste im Saarland schätzen
Die Auswertungen zeigen, dass die Urlauber im Saarland vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Qualität der Unterkünfte positiv bewerten. Sogenannte Sentiment Analysen filtern aus Online-Bewertungen heraus, welche Aspekte den Gästen besonders wichtig waren. Für das Saarland stechen dabei drei Faktoren hervor: die Sauberkeit, die Location und das kulinarische Angebot. Generell kann die Region bei den Besuchern landschaftlich sowie mit Service und Infrastruktur punkten.
Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, sieht in den Zahlen einen klaren Arbeitsauftrag: „Der Spitzenplatz im Trustscore 2025 ist eine großartige Bestätigung für die harte Arbeit und das Engagement aller Akteure im saarländischen Tourismus.“ Dass besonders die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt werden, sporne an, „auch in Zukunft auf Qualität zu setzen und innovative Tourismuskonzepte zu entwickeln, die unsere Region noch attraktiver machen.“

Bundesweiter Trend: Bessere Zimmer, schwächerer Service
Der Blick auf ganz Deutschland zeigt ein differenziertes Bild der Gästezufriedenheit, die im Schnitt um 0,9 Punkte im Vergleich zum Vorjahr auf 84,2 Punkte gestiegen ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis – laut Studienautoren lange Jahre ein „Sorgenkind“ – wird von den Gästen in vielen Bundesländern inzwischen deutlich besser bewertet. Auch die sogenannte „Hardware“, also der Zustand der Zimmer, Gebäude und Außenanlagen, schneidet positiver ab.
Rückläufig ist hingegen die Zufriedenheit beim Service: Hier ging die Entwicklung in den meisten Bundesländern nach unten. Auch bei der Umweltfreundlichkeit der Betriebe vergaben die Gäste schlechtere Noten als im Vorjahr.
Bayerische Regionen dominieren das Gesamtranking
Schaut man nicht auf die Bundesländer, sondern auf die einzelnen touristischen Destinationen, bleibt Bayern das Maß der Dinge. Fünf der Top-10-Regionen liegen im Freistaat. Den absoluten Spitzenplatz im Gesamtranking über alle über 140 Regionen hinweg sichert sich der Oberpfälzer Wald mit 89,9 Punkten, gefolgt vom Berchtesgadener Land (89,0) und der Ahr in Rheinland-Pfalz (88,8). Auch bei den Detailwertungen gibt es klare Gewinner: Der Oberpfälzer Wald bietet aus Gästesicht die besten Zimmer, die Ostfriesischen Inseln die schönste Location und das Elbe-Elster-Land das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Den Titel als „Service-Meister 2025“ holt sich die Holsteinische Schweiz.
Service:
Hintergrund: So funktioniert der Performance Score Das jährliche „dwif & TrustYou Destinations-Ranking“ wird seit 2010 von der Tourismusberatung dwif gemeinsam mit der Metasuchmaschine TrustYou erhoben. TrustYou wertet dafür mittels statistischer Verfahren alle Nutzerbeurteilungen zu deutschen Unterkünften auf relevanten Online-Portalen der vergangenen 12 Monate aus. Daraus ergibt sich der Performance Score – eine Skala von 0 (negativ) bis 100 (positiv), die als Indikator und Online-Gütesiegel für die Gästezufriedenheit dient. Zusätzlich erfassen Sentiment Analysen über Algorithmen die in den Freitexten der Bewertungen geäußerten Meinungen zu Unterkategorien wie Sauberkeit, Service oder Preis.


