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StartGesellschaftMache statt schwätze: Der Saarländische Mundartpreis 2026 ist gestartet

Mache statt schwätze: Der Saarländische Mundartpreis 2026 ist gestartet

Saarländischer Mundartpreis 2026

Es gibt diesen einen Satz, der im Saarland jede Diskussion beendet, bevor sie richtig begonnen hat. Drei Worte, und das lange Hin und Her ist vorbei. Wer hier „Äänfach mo mache“ sagt, hat keine Lust mehr auf das Abwägen und das ewige „Das geht nicht“. Es ist eine Aufforderung und ein Schulterzucken zugleich, halb Pragmatismus, halb Herzlichkeit — und es trifft etwas im saarländischen Selbstverständnis, das sich schwer übersetzen lässt: Man redet nicht lange, man packt an, am besten zusammen. Auf seiner Kampagnenseite bringt es SR 3 auf drei Sätze: „Mir sinn so. Mir lääwe so. Mir schwätze so.“

Genau dieser Satz wird dieses Jahr zum Wettbewerbsthema. Der Saarländische Mundartpreis, gegründet 2007, lädt nun zum zehnten Mal zur Teilnahme ein. Wobei „die Sprache“ schon die erste Vereinfachung ist: Ein einheitliches Saarländisch gibt es nicht. Quer durchs Land verläuft, wie die Aktion Mundart im Saarland erklärt, die sogenannte dat/das-Grenze — westlich Moselfränkisch, östlich Rheinfränkisch. Beides ist erlaubt, in vier Kategorien: Kurztext, Lyrik, Prosa und Mundartlied. Einsendeschluss ist der 30. September 2026 — alle Format- und Einsendebedingungen stehen weiter unten.

Was es zu gewinnen gibt, ist mehr als ein Umschlag mit Geld.

In der Sparte Prosa wartet die „Völklinger Platt“, eine handgefertigte Bronzefigur der niederländischen Bildhauerin Corry Ammerlaan-van Niekerk, gestellt von der VHS Völklingen. Ammerlaan ist seit Jahrzehnten für Bronzen bekannt, in denen Menschen aneinandergelehnt, ineinander verschlungen stehen — das Miteinander, das im saarländischen „zusammen anpacken“ mitschwingt, hat sie oft in Form gebracht.

Lyrik und Kurztext werden mit dem Wendalinus-Stein bedacht, einem künstlerisch gestalteten Stein der Schreinerei Ames — zur Verfügung gestellt vom Landkreis Sankt Wendel, der seinen Namen demselben Heiligen verdankt.

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Das Mundartlied holt sich den SR-3-Lautsprecher, ein Kunstobjekt von Holzkünstler Benedikt Bohlinger aus dem St. Wendeler Land. Bohlinger arbeitet mit saftfrischem Holz und versiegelt es in bis zu fünfzehn Lackschichten. Auf seiner Galerieseite wird er als einer der herausragenden Drechsler Mitteleuropas geführt und ist im Homo Faber Guide der Michelangelo Foundation verzeichnet.

Zusätzlich zu den Kunstobjekten stellt die Sparkassen-Finanzgruppe Geldpreise von 500, 300 und 200 Euro zur Verfügung. Für teilnehmende Schülerinnen und Schüler gibt es eigene Preise in gleicher Höhe, gestiftet vom Ministerium für Bildung und Kultur. Und die Sparkasse hat noch einen Sonderpreis parat: Für den coolsten Spruch in Mundart — als Cartoon mit Sprechblase — gibt es dreimal 200 Euro für eine Party oder einen Kinobesuch mit Freunden. Mundart muss schließlich nicht immer feierlich klingen.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 5. November 2026, im Großen Sendesaal im Funkhaus Halberg statt. Alle Gewinnerinnen und Gewinner sind mit ihren Familien herzlich eingeladen. Den Abend füllen die Pälzer Cantry Bänd, die Lothringer Folk-Band Schaukelpferd und Poetry Slammerin Clara Brill; durchs Programm führen Susanne Wachs und Michael Friemel.

Bleibt die schwierigste Aufgabe: einen Text zu schreiben, der vom Anpacken handelt, ohne lange darüber zu reden. Aber das, würde der Saarländer sagen, macht man halt äänfach mo.


Kompakt — Auf einen Blick: Saarländischer Mundartpreis 2026

  • Thema: „Äänfach mo mache!“
  • Kategorien: Kurztext / Lyrik / Prosa / Mundartlied — in Mosel- oder Rheinfränkisch
  • Einsendeschluss: 30. September 2026 (Poststempel)
  • Preise: Völklinger Platt (Prosa) / Wendalinus-Stein (Lyrik & Kurztext) / SR-3-Lautsprecher (Mundartlied); Geldpreise 500 / 300 / 200 Euro (Sparkassen-Finanzgruppe); Schülerpreise in gleicher Höhe (Ministerium für Bildung und Kultur); Cartoon-Sonderpreis 3 × 200 Euro
  • Preisverleihung: Donnerstag, 5. November 2026, Großer Sendesaal, Funkhaus Halberg
  • Rahmenprogramm: Pälzer Cantry Bänd / Schaukelpferd / Clara Brill; Moderation: Susanne Wachs & Michael Friemel
  • Infos: sr3.de / vhs@voelklingen.de / Tel. 06898 / 13 25 97

Die Teilnahmebedingungen

Prosatext: Beitragslänge maximal eine DIN A4-Seite

Lyrik: maximal zwei DIN A4-Seiten; pro Seite max. 30 Zeilen zu 60 Anschlägen pro Zeile.

Kurztexte in der Kategorie Lyrik: können als Limerick, Aphorismus oder Sinnspruch eingereicht werden.

Mundartlied: sollte im mp3-Format eingereicht werden, der Liedtext gerne zusätzlich als Textdatei. Lied auf Stick, Text als Word-Datei oder per Mail an vhs@voelklingen.de

Alle eingereichten Beiträge dürfen bis zur Preisverleihung noch nicht veröffentlicht worden sein. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer gibt den Veranstaltern das Recht zur kostenlosen Veröffentlichung der Beiträge in Druck, Bild und Ton.

Senden Sie Ihren Text in anonymisierter Form mit einem Kennwort versehen ein. Das Kennwort schreiben Sie auf ein zusätzliches verschlossenes Kuvert, das Ihre persönlichen Daten und Ihre Adresse enthält.

Einsendeschluss für die Beiträge ist am 30.09.2026. Es gilt das Datum des Poststempels.

Senden Sie Ihre Unterlagen an eine der folgenden Adressen:

Saarländischer Mundartpreis Volkshochschule Völklingen Bismarckstr. 1 · Altes Rathaus 66333 Völklingen

Landkreis Sankt Wendel Werschweilerstr. 14 66606 St. Wendel

SR 3 Saarlandwelle Funkhaus Halberg 66100 Saarbrücken

Weitere Infos: VHS Völklingen, Tel. 06898 / 13 25 97, E-Mail: vhs@voelklingen.de

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