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Von der HBKsaar auf die Leinwand: Dokumentarfilm „Die Eulenspieglerin“ feiert Premiere in Frankfurt

Ulrike Rosenbachs Biografie ist eng mit dem Saarland verbunden. Als die ehemalige Beuys-Schülerin 1989 an die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) berufen wurde, übernahm sie dort bis 2007 die Professur für Neue Künstlerische Medien. Von 1991 bis 1993 leitete sie die Institution zudem als erste weibliche Rektorin einer deutschen Kunsthochschule.

Nun widmet genau diese Hochschule der Pionierin der Video- und Performancekunst eine filmische Annäherung. Die 105-minütige Dokumentation „Die Eulenspieglerin – Ulrike Rosenbach“ feiert am 29. April 2026 im Rahmen des regionalen Langfilmprogramms beim 19. LICHTER Filmfest Frankfurt International ihre Weltpremiere.

Der Film, der Rosenbach im Vorfeld einer für ihren 80. Geburtstag geplanten Retrospektive am Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe begleitet, ist tief in den Strukturen der HBKsaar verwurzelt. Initiiert und inszeniert wurde das Projekt von der südkoreanischen Regisseurin Sung-Hyung Cho („Full Metal Village“), die seit 2011 selbst als Professorin für Künstlerischen Film in Saarbrücken lehrt.

Dabei entstand keine chronologisch erzählte Biografie, sondern eine Suchbewegung durch Ateliers, Archive und persönliche Erinnerungen. Im Zentrum steht eine Künstlerin, die sich in der männlich dominierten Kunstwelt der 1970er Jahre behaupten musste und dabei die Videokamera sowie den eigenen Körper als Instrumente ihrer Kunstpraxis etablierte. Zu Wort kommen neben Rosenbach auch Kolleginnen wie Barbara Herold, Walli Höfinger, Bengü Karaduman und Lena Lieselotte Schuster.

Dass der Film über die Kunstpädagogin als studentisches Kollektivprojekt realisiert wurde, spiegelt sich in der Produktion wider. Cho gründete die „AG Rosenbach“, ein Team, in dem die Autorinnenschaft geteilt wird. Zur AG gehören Pina Beres, Marie Junges, Yvonne Lachmann, Siwei Li, Hanhee Oh, Lisa Roisch und Dennis Wagner. Die Kameraarbeit übernahmen Denise Wagner, Pina Beres, Michael Kitzhöfer, David Rohner, Siwei Li und Leon Atay.

Die Montage teilte sich Cho mit der Co-Regisseurin Yvonne Lachmann. Letztere schloss 2025 ihr Diplom im Fach Media Art & Design an der HBKsaar ab und wurde im selben Jahr für eine frühere studentische Arbeit mit dem Medienpreis der Caritas Baden-Württemberg ausgezeichnet. Das rein auf Dialog und Sounddesign (Uwe Bossenz) fokussierte Werk verzichtet auf konventionelle Filmmusik. Die Dokumentation wird in Frankfurt in der Originalfassung mit englischen Untertiteln (OmeU) gezeigt und wurde von der Landesmedienanstalt Saarland sowie der HBKsaar gefördert.

Überblick: Weltpremiere: „Die Eulenspieglerin – Ulrike Rosenbach“ (In Anwesenheit der Regisseurin und der AG Rosenbach) Veranstaltung: 19. LICHTER Filmfest Frankfurt International Ort: Festivalzentrum, Frankfurt am Main Datum: 29. April 2026, 18:00 Uhr Website: LICHTER Filmfest

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