Zum 85. Geburtstag widmet die Städtische Galerie Neunkirchen dem Saarbrücker Fotografen Gerhard Heisler eine Retrospektive. Sie folgt seinem Weg vom Pressefotografen der Bundesregierung bis zu seinen jüngsten Arbeiten, bei denen keine fotografierte Szene mehr das Bild liefert, sondern feine, wurzelartige Linien direkt auf dem Fotopapier entstehen.
„Kein Foto ein Zufall. Kein Werk ohne Geheimnis.“ Schon der Titel der neuen Ausstellung in der Städtischen Galerie Neunkirchen behauptet zwei Dinge zugleich, die einander eigentlich widersprechen, denn er unterstellt eine Absicht hinter jedem Bild und beharrt zugleich darauf, dass sich diese Absicht nie ganz erschließt. Wer das sechzig Jahre umspannende Werk von Gerhard Heisler kennt, erkennt darin sein fotografisches Grundthema wieder, nämlich die Frage, was ein Bild überhaupt ist und was es denn überhaupt sein kann.


