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GONDWANA lädt zur DINO-UNI: Forschung zum Anfassen für Kinder ab sechs

Familien und Kinder aufgepasst: GONDWANA – Das Praehistorium in Schiffweiler wird demnächst für einen Tag zu einer Universität für kleine Dinoforscherinnen und Dinoforscher. Durch das Programm führt Kinderkanal-Moderatorin Pepina, an ihrer Seite stehen zwei Wissenschaftler von internationalem Rang: der Argentinosaurus-Entdecker Rodolfo Coria und der Göttinger Geobiologe Joachim Reitner.

Ein Museum, das für einen Tag zur Hochschule wird. Das klingt aufregend, oder? Wird es gewiss auch, denn bei GONDWANA – Das Praehistorium im Saarland steckt an diesem Sonntag im Oktober tatsächlich mehr dahinter als ein hübscher Name. Kinder ab etwa sechs Jahren durchlaufen hier in kleinen Gruppen Wissenschaftsstationen zu Paläontologie, Fossilienkunde und Erdgeschichte, begleitet von Menschen, die sich genau das zum Beruf gemacht haben. Um 9 Uhr öffnen die Türen, bis 9.30 Uhr ist Einlass, gegen 16 Uhr endet der Tag – dazwischen liegt ein buntes Programm aus Forschung, Musik, Spiel und der Begegnung mit echten Fossilien.

Pepina moderiert, was sonst trockene Theorie bliebe

Bekannt ist Pepina aus ihrem eigenen Kinderkanal „Pepinas Welt“, der sich an Kinder zwischen zwei und sieben Jahren richtet und von Sindelfingen aus produziert wird. Bei der DINO-UNI übernimmt sie die Rolle, für die sie ihr Publikum kennt: Sie begrüßt die kleinen und großen Gäste, stellt die teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor und hält die Fragen kindgerecht, während im Hintergrund komplexe Forschung verhandelt wird. Zwischen den Stationen sorgt sie mit einer eigenen Musik- und Spielshow für Auflockerung, außerdem steht sie für ein Meet & Greet bereit.

Der Mann, der den größten Landbewohner der Erdgeschichte fand

Wer als Kind nach dem größten Dinosaurier fragt, landet früher oder später bei einem Namen, den Rodolfo Coria mitgeprägt hat. Der argentinische Paläontologe leitete 1993 die Feldstudie, aus der die Erstbeschreibung des Argentinosaurus hervorging – nach heutigen Schätzungen ein gut 35 Meter langer Sauropode, dessen Gewicht Fachleute je nach Berechnungsmethode zwischen 60 und 100 Tonnen ansetzen. Er gilt bis heute als eines der größten Landtiere, die je gelebt haben, und lebte vor rund 95 Millionen Jahren im heutigen Südamerika. Zwei Jahre später war Coria außerdem an der Beschreibung des Giganotosaurus beteiligt, eines der größten bekannten Landraubtiere. Von 1984 bis 2007 leitete er das Museo Carmen Funes im argentinischen Plaza Huincul, jenes Haus, in dem die einzigen bekannten Argentinosaurus-Fossilien aufbewahrt werden, bevor er zum staatlichen Forschungsrat CONICET wechselte. Auf seiner wissenschaftlichen Arbeit basieren die Dinosaurier-Szenen und die große Dino-Show in GONDWANA – Das Praehistorium.

Nach Schiffweiler begleitet ihn seine Kollegin Ludmila Coria vom Museo Carmen Funes – jenes Museums also, das die Originalfunde des Argentinosaurus zeigt. Für die teilnehmenden Kinder ist das eine seltene Gelegenheit: Sie sprechen nicht mit Schauspielern in Dino-Kostümen, sondern mit den Menschen, die solche Funde tatsächlich ausgraben, einordnen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Göttinger Wissenschaft unter saarländischer Erde

Neben den argentinischen Gästen zählt Joachim Reitner zu den prägenden Köpfen des Tages. Der langjährige Göttinger Geobiologe hatte von 1994 an den entsprechenden Lehrstuhl an der Universität Göttingen inne und wurde 1996 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet, dem höchsten deutschen Forschungspreis. Sein Spezialgebiet ist die frühe Erd- und Lebensgeschichte, ein Feld, das in GONDWANA – Das Praehistorium sichtbar wird: Zentrale Inhalte zum frühen Leben und die Attraktion „Die Rettung aus der Urzeit“, die die dramatischsten Umbrüche der Erdgeschichte inszeniert, gehen auf seine Forschung zurück. Für das Museum hat er zudem zahlreiche Fossilien aus der Sammlung der Universität Göttingen zur Verfügung gestellt – Originale also, keine Nachbildungen.

Ein Tag, der mit Urkunde und Spieldino endet

Im Zentrum der DINO-UNI stehen mehrere Wissenschaftsstationen, an denen kleine Gruppen unterschiedliche Themen aus Paläontologie, Fossilienkunde und Dinosaurierforschung erleben – nicht als Vortrag, sondern als Begegnung, bei der Kinder selbst fragen dürfen, wie aus einem Fossil ein wissenschaftlich rekonstruiertes Bild der Urzeit wird. Zum Abschluss erhält jedes teilnehmende Kind eine persönliche Dino-Uni-Urkunde und einen kleinen Spieldinosaurier als Erinnerung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt: GONDWANA rechnet mit rund 250 Kindern und maximal ebenso vielen Erwachsenen, Tickets gibt es ausschließlich im Vorverkauf. Details zur Anmeldung und zum genauen Programmablauf will das Museum rechtzeitig bekannt geben.

Wer die DINO-UNI verpasst, findet in GONDWANA ohnehin ganzjährig Stoff für Dinofans: Das Erlebnismuseum auf dem Gelände der ehemaligen Grube Reden wurde 2008 eröffnet und 2013 erweitert und zählt nach eigenen Angaben mit über 10.000 Quadratmetern zu den größten Erlebnismuseen Europas.

DINO-UNI mit Pepina in GONDWANA – Das Praehistorium Sonntag, 4. Oktober 2026 Einlass: 9 bis spätestens 9.30 Uhr Ende: circa 16 Uhr Ort: Alexander-von-Humboldt-Straße 8–10, 66578 Schiffweiler Für Kinder ab etwa 6 Jahren, nur in Begleitung eines Erwachsenen Begrenzte Teilnehmerzahl: rund 250 Kinder, maximal 250 Erwachsene Nur mit Vorverkaufsticket, Alter des Kindes beim Kauf angeben Preis: 55 Euro pro Person, inklusive Eintritt, Programm, Begegnung mit Pepina und den Wissenschaftlern, Musik- und Spielshow, Buffet sowie kalten und warmen alkoholfreien Getränken

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