Die chronische lymphatische Leukämie gilt als die häufigste Leukämieform bei Erwachsenen in Deutschland – und bleibt oft über Jahre unbemerkt, bis ein Bluttest sie eher zufällig aufdeckt. Am 24. September widmet sich die Informationsreihe des UKS-Tumorzentrums in Homburg genau diesem Krankheitsbild – und, im zweiten Teil des Abends, neuen Therapieansätzen für krebskranke Kinder.
Wer an einer chronischen lymphatischen Leukämie, kurz CLL, erkrankt, hat sich bis zur Diagnose oft gar nicht krank gefühlt: CLL zählt zur Gruppe der Lymphome, der Krebserkrankungen des Lymphsystems, und dort zu den sogenannten indolenten, also langsam wachsenden Formen – ein Verlauf, der über Jahre ein abwartendes Beobachten statt einer sofortigen Behandlung erlaubt. Entdeckt wird die Erkrankung häufig als Zufallsbefund bei einer Blutbilduntersuchung. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts, auf die sich auch die Deutsche Krebshilfe stützt, erkranken hierzulande jährlich rund 4.900 Menschen neu, im Mittel mit Anfang 70 – CLL gilt damit als die häufigste Leukämieform im Erwachsenenalter in Deutschland.
Wie CLL und indolente Lymphome zusammenhängen und was moderne Diagnostik und Therapie inzwischen leisten, erklärt Prof. Dr. Dr. Philipp Staber, Direktor der Klinik für Innere Medizin I – Onkologie, Hämatologie, Klinische Immunologie und Rheumatologie, am 24. September im Rahmen der Informationsreihe des Universitätsmedizinischen Zentrums für Tumorerkrankungen des Saarlandes (UTS). Nach der Sommerpause geht das Format ab 17 Uhr in eine neue Runde, im Seminarraum 1 des Zentralen Hörsaalgebäudes auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg, kostenlos und wahlweise vor Ort oder online. An den Vortrag schließt sich eine Fragerunde mit der Selbsthilfegruppe Leukämie Saar/Pfalz an, vertreten durch Michael Scherer; den Veranstaltern ist wichtig, dass medizinisches Fachwissen und die Erfahrung aus der Selbsthilfe an diesem Abend zusammenkommen.
NEUE ANSÄTZE IN DER KINDERONKOLOGIE
Prof. Dr. Marc Remke, Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, stellt im zweiten Themenblock des Abends neuartige Therapieansätze für krebskranke Kinder und Jugendliche vor. Am UKS werden Krebserkrankungen vom Kindes- bis ins hohe Erwachsenenalter behandelt, verteilt auf mehrere spezialisierte Zentren – die Qualität der Versorgung hängt aber gerade auch vom regelmäßigen Austausch zwischen diesen Fachdisziplinen ab, wie ihn ein gemeinsamer Themenabend zu CLL und Kinderonkologie exemplarisch vorführt. Auch hier folgt eine Fragerunde, gemeinsam mit Ina Ruffing von der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V.
Getragen wird der Abend vom Universitätsmedizinischen Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes, seit 2021 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und ein Zusammenschluss aus 13 Organkrebszentren und weiteren Einrichtungen des UKS – gefördert von der Deutschen Krebshilfe.
CLL, indolente Lymphome und Kinderonkologie Donnerstag, 24. September 2026, 17 bis 19 Uhr Seminarraum 1, Zentrales Hörsaalgebäude (Geb. 35), UKS-Campus Homburg Kostenlos, Teilnahme vor Ort oder online Online-Anmeldung per E-Mail an uts@uks.eu, Zugangslink folgt danach Programm und weitere Termine: uks.eu/uts


