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StartNotizenIm Nauwieser Viertel öffnen sich die Hinterhöfe zum Flohmarkt

Im Nauwieser Viertel öffnen sich die Hinterhöfe zum Flohmarkt

Das Viertelmanagement der Landeshauptstadt Saarbrücken lädt gemeinsam mit dem Kultur- und Werkhof Nauwieser 19 e.V. in diesem August zu zwei wunderbaren Terminen ein, die die Nachbarschaft im Nauwieser Viertel zusammenbringen sollen: Hofflohmärkte in privaten Innenhöfen und ein gemeinsames Frühstück auf dem Max-Ophüls-Platz.

Wenn Hinterhöfe zu Basaren werden

Sonst stehen in den Höfen des Nauwieser Viertels vor allem Mülltonnen und Fahrräder. Am Samstag, 15. August, wird daraus für einen Tag ein Basar, den man besucht haben sollte: Anwohnerinnen und Anwohner bauen zwischen 10 und 18 Uhr eigene Flohmarktstände in ihren Innenhöfen auf, und verkaufen, was sich so alles über die Jahre angesammelt hat. Sie laden zum Handeln, Feilschen und Plaudern ein. Wer selbst einen Hof öffnen wollte, musste sich dafür bis Ende Juli beim Viertelbüro anmelden – wer stöbern will, findet die Liste der teilnehmenden Adressen jetzt im Schaufenster des Büros in der Nauwieserstraße 9. Parallel dazu läuft der reguläre Nachbarschaftsflohmarkt weiter, der auf dem Max-Ophüls-Platz sonst in der Regel am dritten Samstag im Monat zwischen März und November stattfindet.

Hinter der Aktion steht der Kultur- und Werkhof Nauwieser 19 e.V., der seit 1990 in einem denkmalgeschützten Gründerzeithaus von 1906 in der Nauwieserstraße 19 zuhause ist und dort unter anderem das Kino Achteinhalb und das Saarländische Filmbüro beherbergt.

Ein Picknick auf dem Platz, der einen Regisseur ehrt

Eine Woche später, am Sonntag, 23. August, verwandelt sich der Max-Ophüls-Platz noch einmal, diesmal in ein offenes Frühstückszimmer unter freiem Himmel. Von 10 bis 14 Uhr sind Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels und alle Interessierten eingeladen, wie bei einem Picknick eigene Brötchen, Aufstriche, Kuchen und Getränke mitzubringen, dazu Geschirr und Besteck. Tische und Bänke stehen bereits vor Ort, bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

Ihren Namen trägt der Platz nach dem Filmregisseur Max Ophüls, der im Nauwieser Viertel aufwuchs; seit 1980 erinnert im Viertel außerdem das Nachwuchsfilmfestival Max-Ophüls-Preis an ihn.

Beide Termine fügen sich in die Arbeit des Viertelmanagements ein, das die Landeshauptstadt von ihrem Büro in der Nauwieserstraße 9 aus auch im Mühlenviertel und im innenstadtnahen Bereich der Mainzer Straße betreibt und das Anwohnerinnen und Anwohner beim Mitgestalten ihres Viertels unterstützt. Dass ausgerechnet das Nauwieser Viertel zum Schauplatz solcher Nachbarschaftsaktionen wird, hat auch mit seiner Geschichte zu tun: In den späten 1980er- und den 1990er-Jahren galt es als einer der sozialen Brennpunkte Saarbrückens, ehe eine Stadterneuerung um die Jahrtausendwende den Wandel zu einem der lebendigsten Viertel der Stadt einleitete. Dass Nachbarn heute wie selbstverständlich die eigenen Höfe öffnen oder sich zum Frühstück auf dem Platz treffen, ist auch ein Ergebnis davon.

Hofflohmärkte im Nauwieser Viertel
Samstag, 15. August, 10 bis 18 Uhr, verschiedene Innenhöfe im Viertel, Liste im Schaufenster des Viertelbüros, Nauwieserstraße 9. Parallel: regulärer Nachbarschaftsflohmarkt auf dem Max-Ophüls-Platz.

Frühstück auf dem Max-Ophüls-Platz
Sonntag, 23. August, 10 bis 14 Uhr. Eigene Lebensmittel, Geschirr und Besteck mitbringen, Tische und Bänke sind vor Ort. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

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