
Jetzt.+ Inhalt
Von Stephan Bonaventura
Wer in diesem Jahr auf Pomp und Krawall gewartet hat, wartet in der saarländischen Spitzengastronomie vergeblich – hier wird vielmehr die stilvolle Ruhe gefeiert, mit der man immer wieder genau dort bleibt, wo man hingehört und sich wohlfühlt.
Im Frankfurter Palmengarten ging es am Dienstagabend. Mitte Juni, laut zu. Aljoscha Höhn moderierte den großen Sterneregen, die Pfalz holte sich mit dem L.A. Jordan in Deidesheim einen neuen Drei-Sterne-Aufsteiger, und ein paar Kilometer weiter, in Saarburg, räumte ein junges Restaurant gleich den Young Chef Award mit ab. Mitten in diesem Trubel kam aus dem Saarland, fast beiläufig, eine andere Art von Nachricht: Es bleibt alles, wie es ist. Acht Restaurants, vierzehn Sterne, keine Herabstufung, kein Aufstieg, kein neuer Name im ohnehin schon mehr als dicht besetzten Spitzenfeld.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke ließ sich die Freude darüber nicht nehmen und sprach von Köchinnen und Köchen, die als „hervorragende Botschafter unserer Genussregion“ wirken – ein Satz, der nach Pressemitteilung klingt, aber in diesem Fall einfach stimmt. Von der „Currywurst bis zur Sterneküche“, so Barke, stehe das Saarland für Qualität und Gastfreundschaft. Das ist nicht nur Standortwerbung. Gemessen an der Einwohnerzahl ist kein anderes deutsches Bundesland so dicht mit Sterne-Adressen bestückt wie unser Saarland.



