Die Vauban Insel in Saarlouis hat schon einiges gesehen, seit Festungsbaumeister Sébastien de Vauban sie im 17. Jahrhundert zum Schutz der Saarlouiser Schleuse anlegen ließ – Einheimische nennen sie bis heute „Halwer Mond„. Vom 14. bis 16. August wird hier wieder das Jazzfestivals Saarlouis stattfinden, und wie schon im vergangenen Jahr, als die katalanische Sängerin und Trompeterin Alba Armengou und der Pianist Luca Sestak das Festival eröffneten, setzt das Kulturbüro der Stadt auch 2026 auf junge, international beachtete Talente.
Auftakt mit Ausnahmetrompeter Jakob Bänsch
Den Auftakt macht am Freitag, 14. August, um 20 Uhr das Jakob Bänsch Quartett. Der 2003 in Pforzheim geborene Trompeter und Flügelhornist fing mit acht Jahren zu spielen an, studierte in Stuttgart und Köln und war von 2020 bis 2022 Mitglied im Bundesjazzorchester, ehe sein Quartett 2022 beim Jungen Münchner Jazzpreis den zweiten Platz holte. Er gilt längst als eine der auffälligsten Stimmen seiner Generation, lyrisch und kraftvoll zugleich, mit Kompositionen, die moderne Jazzsprache und emotionale Tiefe verbinden. International wahrgenommen wurde er spätestens mit seinem Debütalbum „Opening“, das im April 2023 beim Label Jazzline erschien und ein Jahr später mit dem Deutschen Jazzpreis als Debütalbum des Jahres ausgezeichnet wurde. Mit dabei sind, wie schon auf der Aufnahme, Pianist Niklas Roever, Bassist Jakob Obleser und Schlagzeuger Leo Asal.
TILAR bringt Montreux-Sound nach Saarlouis
Am Samstag, 15. August, ebenfalls ab 20 Uhr, wagt das Festival eine Exkursion in groovige Sphären. TILAR mischt Funk, Pop, Jazz, Disco und R&B zu einem eigenen, tanzbaren Sound. Angeführt von Sängerin Clara Lucas sowie Keyboarder und Produzent Joshua Milo, lebt die 2019 gegründete, neunköpfige Band vor allem von ihrer kraftvollen Bläsersektion und einer bemerkenswert eingespielten Rhythmusgruppe – und von Liveauftritten, die auf Social Media millionenfach angesehen wurden. Spätestens seit ihrem Auftritt beim Montreux Jazz Festival im Sommer 2025, einem der ältesten und bedeutendsten Jazzfestivals der Welt, zählt die Band zu den spannendsten Acts der jungen europäischen Szene.
Swing zum Frühstück mit den Gramophoniacs
Der Festivalsonntag, 16. August, gehört ab 11 Uhr ganz dem Swing, wenn auch nicht weniger tanzbar. Die Gramophoniacs, seit 2015 im Umfeld der Hochschule für Musik Saar aktiv, verstehen sich selbst als Erfinder des akustischen Electro-Swing und spielen sich von Dixieland und Blues über die Klassiker der Goldenen Zwanziger bis zum rockigen Dirty-Swing. In enger Kooperation mit Lindy Hop Saarbrücken sind sie längst eine feste Größe der regionalen Swing-Tanzszene und bieten beim Swinging Breakfast die Kulisse für ein entspanntes Frühstück oder den passenden Soundtrack zum Lindy-Hop-Tanz.
Jazzfestival Saarlouis 2026
Vauban Insel, Saarlouis
Freitag, 14.8., 20 Uhr: Jakob Bänsch Quartett
Samstag, 15.8., 20 Uhr: TILAR
Sonntag, 16.8., 11 Uhr: Die Gramophoniacs (Swinging Breakfast)
Eintritt an allen Tagen frei
Info: kulturservice@saarlouis.de, Tel. 06831 69890-13 oder -16


