Maya Leinenbach ist in Saarwellingen aufgewachsen. Da gab es kein veganes Café, keine sonstigen veganen Optionen weit und breit. Was andere vielleicht entmutigt hätte, hat sie einfach selbst gemacht – mit Zutaten aus dem nächsten Supermarkt, einem Handy und irgendwann Millionen Menschen, die ihre Rezepte nachgekocht haben und sie für ihre Leidenschaft lieben. Heute lebt sie im über 200 Kilometer weit entfernten Stuttgart, hat mit zwei Geschäftspartnerinnen ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut und entscheidet sehr genau, mit wem sie zusammenarbeitet. Anfang 2025 hat sie pausiert – ohne Plan, ohne Zeitrahmen, weil ihr Körper einfach nicht mehr mitgemacht hat. Ein Jahr später redet sie offen darüber, was diese Zeit mit ihr gemacht hat. Wir haben mit ihr über Dibbelabbes und Teigtaschen gesprochen, über Social-Media-Druck und vegane Macarons, die nie gelingen – und darüber, dass man nicht laut sein muss, um gehört zu werden.

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Von Stephan Bonaventura
Als Sie in Saarwellingen aufgewachsen sind, gab es dort keine vegane Szene, keine echten Angebote weit und breit. Hat Sie das damals eher gebremst oder angetrieben?
Natürlich weiß ich nicht genau, wie ich mich entwickelt hätte, wenn ich woanders aufgewachsen wäre. Aber das fehlende Angebot war für mich definitiv ein Antrieb, mehr selbst zu kochen – und vor allem mit Zutaten, die es halt in jedem Supermarkt gibt. Ich glaube, das zeichnet meine Rezepte auch ein Stück weit aus: dass sie wirklich jeder nachkochen könnte.


