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Bundesweiter Warntag am 10. September: Im ganzen Saarland heulen die Sirenen

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Am 10. September testet das gesamte Saarland seine Warnsysteme: Sirenen heulen, Handys vibrieren, Warn-Apps schlagen Alarm. In Saarbrücken gibt es zwei Tage später zusätzlich einen Aktionstag Bevölkerungsschutz.

Einmal im Jahr hält das Land kurz inne, wenn am bundesweiten Warntag, diesmal am Donnerstag, 10. September, Bund, Länder und Kommunen gemeinsam testen, wie zuverlässig ihre Warnkanäle im Ernstfall greifen. Im gesamten Saarland, von Saarbrücken über die Landkreise Neunkirchen, Saarlouis und Saarpfalz-Kreis bis nach St. Wendel und Merzig-Wadern. Wie läuft das Ganze ab? Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Probewarnung aus, die automatisch an alle an das Modulare Warnsystem MoWaS angeschlossenen Kanäle geht. Per Cell Broadcast bekommen empfangsbereite Handys im deutschen Mobilfunknetz eine Warnmeldung, die Apps NINA und KATWARN schlagen Alarm, auf Stadt- und Gemeindeinformationstafeln erscheint ein Hinweis, Radio und Fernsehen unterbrechen ihr Programm. Parallel lässt die Integrierte Leitstelle Saar die Sirenen in den saarländischen Städten und Gemeinden heulen. Gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung über dieselben Kanäle: Beim Alarm ertönt ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton, bei der Entwarnung ein einminütiger Dauerton.

Als die erste Warnung zu spät kam

Ganz selbstverständlich ist dieser reibungslose Ablauf nicht. Beim ersten bundesweiten Warntag 2020 überlastete sich das System, App-Meldungen kamen bei vielen Menschen erst mit halbstündiger Verspätung an – Cell Broadcast gab es damals noch nicht. Das änderte sich erst nach der Flutkatastrophe von 2021 – seit dem 23. Februar 2023 lässt sich eine Warnung per Cell Broadcast direkt an alle empfangsbereiten Handys senden. Ein Beispiel dafür, wie sich seither auch im Saarland etwas bewegt hat, liefert die Landeshauptstadt selbst: Weil viele Sirenen im Stadtgebiet noch aus den 1960er-Jahren stammten, testet Saarbrücken bereits seit 2022 in mehreren Stadtteilen – darunter Alt-Saarbrücken, St. Johann, Dudweiler, Gersweiler, St. Arnual und Eschberg – neue digitale Anlagen und baut ihr Warnnetz seitdem weiter aus.

Zusätzlich in Saarbrücken: Aktionstag in der Bahnhofstraße

Wer mehr wissen will, kann sich zwei Tage nach dem Probealarm persönlich informieren – allerdings bislang nur in der Landeshauptstadt. Am Samstag, 12. September, zeigen in der Bahnhofstraße Vertreterinnen und Vertreter der Unteren Katastrophenschutzbehörde und der mitwirkenden Einheiten ihre Fahrzeuge und Ausstattung, informieren über ihre Arbeit und erklären, wie sich Interessierte im Ernstfall richtig verhalten – und wie sie sich, wenn gewünscht, ehrenamtlich einbringen können. Ein vergleichbares Vor-Ort-Angebot ist der Redaktion für die übrigen saarländischen Landkreise zum diesjährigen Warntag nicht bekannt.

Vorsorge beginnt zu Hause

Neben der Arbeit der Behörden setzt die Landeshauptstadt auf die private Vorsorge ihrer Bürgerinnen und Bürger. Gerade bei Ereignissen, die viele Menschen gleichzeitig betreffen – Starkregen, Hochwasser oder ein länger andauernder Stromausfall –, entscheidet oft die eigene Vorbereitung darüber, wie gut sich eine Situation überstehen lässt. Was in die Hausapotheke gehört, welche Vorräte sinnvoll sind und wie sich Dach, Garten oder Heizung gegen Extremwetter wie Dauerregen absichern lassen, hat Saarbrücken auf seiner Vorsorge-Seite zusammengestellt.

Warntag und Aktionstag im Überblick

Bundesweiter Warntag: Donnerstag, 10. September, saarlandweit, Probewarnung gegen 11 Uhr, Entwarnung gegen 11.45 Uhr. Sirenensignale zum Anhören und Infos zur Warn-App NINA (Saarbrücken): www.saarbruecken.de/warnmeldung

Aktionstag Bevölkerungsschutz (nur Landeshauptstadt Saarbrücken): Samstag, 12. September, 10 bis etwa 16 Uhr, Bahnhofstraße Saarbrücken. Infos zum Ehrenamt im Katastrophenschutz: www.mit-dir-fuer-uns-alle.de/standorte-finden

Persönliche Vorsorge (Hausapotheke, Vorräte, bauliche Vorsorge, Beispiel Saarbrücken): www.saarbruecken.de/vorsorgen

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