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Kulturmacher Joachim Arnold – Die Kunst, große Abende möglich zu machen

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Seit er zwanzig war, macht Joachim Arnold Kammermusik in Mettlach. Das war 1986. Der Kalender ist seitdem nicht leerer geworden. Klassik am See. Opernfestspiele am Saarpolygon. Dieses Jahr die „West Side Story“ auf der Bergehalde Duhamel. Wer meint, das klingt nach jemandem, dem Ruhe fremd ist, der liegt richtig. Wer meint, das klingt nach jemandem, dem Kontrolle fremd ist, der liegt falsch. Wir reden über Vertrauen als Produktionsmittel und darüber, was an einem Industrieort funktioniert – und was schlicht „Wishful Thinking“ ist. Und warum er nach vier Jahrzehnten Kulturarbeit im Saarland immer noch nicht genug hat.

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Von Stephan Bonaventura

Herr Arnold, Kammermusik in Mettlach, Klassik am See, Musiktheater am Saarpolygon – das sind sehr verschiedene Welten. Wie gelingt es, diese Vielfalt in einer Spielzeit zusammenzuhalten?

Das hat sich organisch über die letzten vierzig Jahre entwickelt. Irgendwann denkt man darüber nicht mehr wirklich nach. Natürlich funktioniert jedes Format anders, erfordert eine andere Aufmerksamkeit, aber auch das entsteht nicht am Reißbrett – es ist eben Teil des Lebens. Viele Projekte sind schon Jahre im Kopf, bevor sie irgendwann realisiert werden. Und wenn es dann konkret wird, ändert sich noch einmal alles. Entscheidend ist am Ende, dass die Projekte einmalig sind, besonders – und von hoher Qualität.

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